Die katholische Kapelle St. Urbanus an der Bilmer Straße in Bilme, einem Ortsteil von Ense im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen),
ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude. Die flach geschlossene Saalkapelle des 12. Jahrhunderts steht auf dem Gutshof Küppers (ehemaliger Schultenhof).
Sie wurde aus hammerrechtem Grünsandstein errichtet.
Die Kirche wurde 1229 als Grundbesitz des St. Georg-Stifts in Köln erwähnt. Die geistliche Stelle beruhte auf einer Stiftung der Familie von Galen.
Die Vikarie war eine Memorialstiftung. Die einzige Aufgabe des Vikares war es, Messen für die Lebenden und Verstorbenen Mitglieder derer von Galen zu lesen.
"Der Altar"
Das Altarretabel aus Eichenholz wurde im 18. Jahrhundert angefertigt. Auf ihm stehen (nur bei besonderen Anlässen) eine Pietà und die Figuren der Heiligen Urbanus und Agatha.
Bild 3. Die Originalbefunde, die bei Restaurierungsarbeiten freigelegt wurden, hier sieht man das der Altar im Laufe der Zeit mehrmals mit verschiedenen Farben bemalt wurde.
"Die Kirchenbänke"
Hier neben dem Altar eine Antike alte Kirchenbank, eine Gebetsbank mit Schnitzereien aus Eiche. Die Kapellenbänke stammen aus der Zeit um 1860.
Das einzige Gotteshaus im Bereich des heutigen Kirchspiels Bilme war seit altersher die St. Urbanus-Kapelle.
Auf den Bänken sind die Ortsnamen, die Jahreszahl 1872 und die Namen der Familien eingeschnitzt.
"Fenster und Westturm"
Im Westturm die Eichendecke und ein dezenter Rankenfries. Die Fenster wurden 1711 rechteckig vergrößert.
Der Westturm ist durch ein schlichtes Rundbogenportal erschlossen; die Glocke im Turm wurde um 1200 gegossen.