Grömitz Schleswig-Holstein

Sankt Nikolai

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Grömitz, St. Nicolai Grömitz, St. Nicolai Grömitz, St. Nicolai

Die Kirche St. Nicolai in Grömitz, einer Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Das Langhaus und der eingezogene, quadratische Chor im Osten wurden im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts aus behauenen Feldsteinen gebaut. Der spätgotische Kirchturm im Westen wurde aus Backsteinen errichtet.

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Das einschiffige rechteckige Langhaus und der kastenförmige Chor mit ihren aus sauberen Schichten aus glatten oder gespaltenen Findlingen aufgesetzten Mauern stammen noch aus der Gründungszeit der Kirche. Das Kreuzrippengewölbe im Chor ist mit erneuerten gotischen Linien geschmückt, das kunstvolle Rankenwerk im gotischen Chorbogen stammt aus dm 16. Jahrhundert.

Altar

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Der Altar ist ein in unserer Landschaft seltenes Werk in österreichischem Barock, das 1734 von dem öster-reichischen Maler und Ingenieur Melchior Tatz geschaffen wurde.

Im Mittelpunkt des Altars steht die Darstellung des gekreuzigten Jesus.

Unterhalb des Erlösers befindet sich eine stark an Leonardo da Vinci erinnernde Abendmahlsszene.

Den Altargiebel schmückt ein Medaillon mit der Auffahrt Jesu aus dem Grab.

Der Altar wird von vier aus Holz geschnitzten Figuren flankiert, die die Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung und Demut verkörpern.

Kanzel

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Bild 1+2: Die Rokoko-Kanzel mit ihrem wuchtigen barocken Schalldeckel ist von dem Hofbildhauer August Friedrich Moser aus Eutin geschaffen und 1760 (oder 1766) der Nicolaikirche gestiftet worden.

Bild 3: Lutherbild aus dem Jahre 1911

Taufbrunnen

Grömitz, St. Nicolai Grömitz, St. Nicolai

Bild 1: Der hölzernen Taufstein mit einem großen Messingbecken.

Bild 2: Die spätbarocke dreistöckige Taufkrone, um 1700 gefertigt.

Fenster

Grömitz, St. Nicolai

Hinter der Kanzel wird ein 1916 der Kirche zugeeignetes kleines Buntglasfenster mit Johannes dem Täufer sichtbar.

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Bild 1: Im „Michaelsfenster“ bindet der Erzengel Michael die Mächte der Finsternis mit seiner Lanze an die Erde.

Bild 2: Im „Reformationsfenster“ sind Christus mit der Friedenspalme und Luther beim Thesenanschlag abgebildet.

Bild 3: Das Strahlenkreuzfenster ist dem Gedächtnis der Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet.

Holzreliefs

Die im Jugendstil verfertigten sieben Holzreliefs an der Nordwand stammen aus der Hobbywerkstatt des Kapitäns Haye aus Cismar und verraten ein großes handwerkliches Geschick. Sie stellen das Leben Jesu dar.

Grömitz, St. Nicolai

das letzte Abendmahl.

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Bild 1: Kind in der Krippe.

Bild 2: zwölfjährigen Jesu im Tempel.

Bild 3: der Taufe Johannes.

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Bild 1: Auferweckung des Jünglings zu Nain.

Bild 2: die Grablegung.

Bild 3: die Himmelfahrt Jesu.

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Bild 1: Einzug Jesu nach Jerusalem.

Bild 2: Flucht der ersten Christen.

Orgel

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Die heute noch bestehende Westempore ist vermutlich in den Jahren 1723/24 errichtet worden. Die älteste Nachricht über eine Orgel stammt aus dem Jahre 1615. Im Mai dieses Jahres war in Neustadt für 33 Mark eine alte Orgel gekauft worden. Sie tat in Grömitz über 100 Jahre ihren Dienst, bis sie 1742 durch eine neue Orgel, eine Barockorgel des Lübecker Orgelbauers Bünting, ersetzt wurde.

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Die ursprüngliche Bemalung des Orgelprospektes mit grauweißer Marmorierung wurde 1965 wieder freigelegt. 1993/94 wurde der gesamte technische Teil von der dänischen Orgelbaufirma Bruno Christensen vollständig erneuert und durch die Schaffung eines dritten Manuals mit insgesamt 27 Registern ausgestattet.

Uhrwerk

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Wenn der Besucher die Nicolaikirche betritt, wird sein Blick von dem 1904 angeschafften mechanischen Uhrwerk angezogen. Es wird durch zwei allwöchentlich aufzuziehende Eigengewichte betrieben und erinnert durch sein lautes, gleichmäßiges Ticken an die verrinnende Zeit.

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Quellennachweis:

Kirchenführer St. Nicolai

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Gotha

Augustinerkirche