Im Jahre 1164 wurde die Pfarrkirche von Dorf Tirol urkundlich erstmals erwähnt, sie hatte aber schon damals (wahrscheinlich als Taufkirche der Region) ein beträchtliches Alter.
Die Pfarrkirche gilt als älteste Missions- und Johannes-Taufkirche der Umgebung.
Der im romanischen Stil begonnene Bau (der romanische Turm ist bis heute erhalten) wurde schließlich um einen hochgotischen Chor erweitert.
Bild 1: Die Kreuzigungsgruppe an der linken Vorderwand des Langhauses ist um 1700 entstanden. Bild 2: Um 1370 wurde sie mit dem jetzigen hochgotischen Chor erweitert.
Der Hochaltar wurde von Alois Sint, Meister in Algund, 1860 aufgestellt.
Die beiden jugendlichen Bischöfe In den unteren Nischen -einer davon St. Nikolaus - stammen aus dem Mittelschrein des ehemaligen gotischen Flügelaltars (Ende des 15. Jh.).
Bild 1 + 3:: Die beiden barocken Bischofsfiguren in der hinteren Ecke des Langhauses stellen den Hl. Rupert und St. Nikolaus dar und gehörten wohl jenem Barockaltar an,
der den alten gotischen Flügelaltar ablöste und um 1860 vom neugotischen Hochaltar verdrängt wurde.
Bild 2: Auch die Kirchenorgel mit einer großen Anzahl alter Holz- und Metallpfeifen stellt ein kunsthistorisch sehr interessantes Werk dar.
Die Kirchenorgel ist von Josef Sies aus Bozen 1859 gebaut worden. Alois Sint aus Algund lieferte das neugotische Gehäuse.
Bild 1: Die Kreuzwegstationen sind ein Werk des bekannten, aus Hamburg stammenden Porträtmalers Friedrich Wasmann.
Er hat sie im Jahre 1867 angefertigt. Bild 2: Das Bild Josef mit Christuskind, links in der Eingangshalle, stammt vom Meraner Barockmaler Matthias Pußjäger (1654-1734).