Die Annakirche ist eine römisch-katholische Ordenskirche in der Annagasse 3b im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt
und gilt als eine der schönsten Barockkirchen der Stadt.
Video oben: Ein visueller Rundgang durch die Kirche.
Die einschiffige Saalkirche mit ihrem basilikalen Querschnitt besitzt Gurttonnengewölbe mit Stichkappen,
einen eingezogenen Chor und beiderseits drei Kapellen, von denen nur die erste links über ovalem Grundriss größere Ausmaße hat (Franz-Xaver-Kapelle,
angeblich die alte Annakapelle, 1679 umgebaut).
Bild 2: Der Chorraum ist vom Rest der Kirche durch eine Art Triumphbogen abgeteilt, dessen linken Teil eine Skulptur von Anna und Maria bildet.
Die Barockisierung des Kircheninneren (seit 1715) stand unter der Leitung des Jesuitenfraters und Malers Christoph Tausch,
eines Schülers von Andrea Pozzo, unter Mitarbeit von Daniel Gran und Johann Georg Schmidt. Gran schuf das Hochaltarbild Heilige Familie.
Die vergoldeten Figuren sollen laut Beschreibung der Kirche die Heiligen Karl Borromäus beziehungsweise Rochus darstellen.
Fresken von Daniel Gran
Bild 1: Die Glorie der Gottesmutter: Den Grund der himmlischen Herrlichkeit der Gottesmutter zeigt das Emblem JESUS im Strahlenkranz.
Bild 2: Die Glorie der hl. Anna. Den Grund ihrer Glorie zeigt das Emblem MARIA, das in einem Strahlenkranz aufleuchtet.
Bild 1: In der Josefskapelle zeigt das Altarbild Josef, der mit Hilfe des Christuskindes einem Pilger einen Brief ausstellt.
Das Bild wurde 1719 von Johann Georg Schmidt gemalt.
"Kanzel"
Mitte 18. Jahrhundert entstanden auch Kanzel und Orgel. Stuckmarmorverkleidung und Vergoldung geben dem Innenraum ein festliches Gepräge.
"Annakapelle"
Im 19. Jahrhundert erhielt Anna jedoch ihre Kapelle zurück. Allerdings zeigen die Wandbemalung,
sowie das Deckenfresko Bilder, die auf Franz Xaver bezogen sind, hauptsächlich auf seine Missionstätigkeit.
Bild 2: Auch auf dem Altartisch gibt es ein Bronzerelief, das den Missionar bei der Heidentaufe zeigt. Auf Anna deutet eigentlich nur die Holzskulptur,
die "Anna Selbdritt" zeigt. Der Ausdruck "Anna Selbdritt" bedeutet, dass es eine Abbildung der Anna mit ihrer Tochter Maria und ihrem Enkel Jesus ist.
Die Statue entstand um 1505 und ist dem Umkreis von Veit Stoß zugeschrieben.
"Orgel"
Orgel wurde vor 1747 vom unbekannten Orgelbauer erbaut. 1848/1858 Umgestaltungen; 1979/80 restauriert von Helmut Allgäuer (Theresienfeld)